Die Alltagstauglichkeitsprüfung (ATP) in Oberösterreich
Seit dem Inkrafttreten des neuen Oö. Hundehaltegesetzes ist die Alltagstauglichkeitsprüfung (ATP) für viele Hundebesitzer in Oberösterreich verpflichtend. Ziel dieser Prüfung ist es, das harmonische und sichere Miteinander von Mensch und Hund im öffentlichen Raum zu gewährleisten. Es wird geschaut, ob dein Hund Alltagssituationen gelassen und kontrolliert meistert – ganz ohne Stress und übermäßige Ängstlichkeit oder Aggression.
Als zertifizierte Anlaufstelle bereite ich dich und deinen Vierbeiner optimal auf diese Prüfung vor und nehme sie offiziell ab.
Wer muss die Alltagstauglichkeitsprüfung machen?
Die Pflicht zur ATP betrifft alle Hunde, die ab dem 1. Dezember 2024 neu angemeldet oder umgemeldet wurden und in eine der folgenden Kategorien fallen:
- Große Hunde (die „40/20-Regel“): Hunde, die ausgewachsen eine Schulterhöhe (Widerristhöhe) von mindestens 40 cm und/oder ein Gewicht von mindestens 20 kg erreichen. Dies wird offiziell durch eine tierärztliche Bestätigung festgestellt.
- Spezielle Rassen: Unabhängig von ihrer tatsächlichen Größe müssen bestimmte Rassen (wie Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Dogo Argentino, Tosa Inu, American Pit Bull Terrier sowie deren Kreuzungen) die Prüfung absolvieren.
- Ausnahme: Hunde, die bei einer Neuanmeldung bereits das 8. Lebensjahr vollendet haben (Senioren), sind von der ATP-Pflicht befreit.
Welche Fristen gelten?
Damit du entspannt trainieren kannst, gibt es klare gesetzliche Zeitfenster für die Absolvierung der Prüfung:
- Junge Hunde (unter 12 Monaten bei Anmeldung): Die Prüfung muss zwischen dem vollendeten 12. und dem 18. Lebensmonat abgelegt werden.
- Erwachsene Hunde (über 12 Monate bei Anmeldung): Der Nachweis muss spätestens 6 Monate nach der Anmeldung des Hundes bei der Gemeinde vorgelegt werden.
Wichtig: Wird die Prüfung nicht fristgerecht bestanden, gilt der Hund rechtlich als „auffällig“, was eine automatische Leinen- und Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum nach sich zieht.
Ablauf: Was wird bei der ATP genau geprüft?
Die Prüfung orientiert sich an echten Alltagssituationen und besteht aus zwei wesentlichen Teilen:
1. Vertrauen & Pflege im Handling
- Identifikation: Der Chip deines Hundes wird berührungslos mit einem Lesegerät kontrolliert.
- Pflegemaßnahmen: Du zeigst, dass du deinen Hund überall anfassen kannst (z. B. Ohren, Maul und Pfoten kontrollieren), ohne dass er in Abwehrverhalten verfällt.
- Grundgehorsam: Kurzes Verweilen in einer Position (Sitzen oder Liegen für ca. eine Minute) sowie die Überprüfung von Leinenführigkeit und dem entspannten Tragen eines Maulkorbs.
2. Der Verkehrsteil (Verhalten in der Öffentlichkeit)
Hier bewegen wir uns im realen Umfeld. Geprüft wird das Verhalten des Hundes bei Begegnungen mit:
- Einer Personengruppe (ca. 6 Personen)
- Radfahrerinnen und Radfahrern, Läufern oder Personen mit Rollatoren/Kinderwagen
- Anderen Hunden und vorbeifahrenden Autos
- Kurzfristigem Anleinen und alleingelassen Werden (außer Sichtweite des Besitzers)
Der Hund muss sich dabei unbefangen, sozialverträglich und ansprechbar zeigen.
Was musst du zur Prüfung mitbringen?
Bitte vergewissere dich, dass du am Prüfungstag folgende Dokumente und Utensilien dabei hast:
- Amtlicher Lichtbildausweis des Halters
- Nachweis über den absolvierten Sachkundenachweis
- Registrierungsnachweis der Heimtierdatenbank & Heimtierpass
- Nachweis der aktuellen Hunde-Haftpflichtversicherung
- Passender Maulkorb und eine Standardleine (ca. 1,5 Meter, keine Rollleine)
- Hochwertige Leckerlies für deinen Hund
Bereit für die Prüfung? Kontaktiere mich gerne!